Endlich Warschau

Februar 16th, 2017

Warschau 27.12. 16
Sonne, Wind oder Regen und die Bahn wird sich nicht bewegen!!! Da war doch was?? Nach Jahren bahnfreien Reisens wollte ich ohne Flug nach Warschau kommen! Das Bauchgefühl flüsterte bereits morgens: „Schau mal ins Netz! Gestern war es windig!“ Und richtig keine Chance, auf dem geplanten Weg nach Berlin zu kommen. Die Auskunft konnte auch nicht helfen. Bis 18.00 alles gesperrt bis Burg Stargard! Aber mit Andreas‘ Hilfe hat es über Greifswald und Anklam geklappt! Konstantin (schwarzer Student aus Houston) und ich hatten ein Abteil für uns! Vielleicht sahen wir zu ausländisch aus!! Wer weiß warum! Sonst war alles recht voll.
Die Museen in Warschau sind etwas eigenartig! Mitunter rutscht man fix in den Bereich der Propaganda! Das Museum über den Aufstand hat mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet! Zusammenfassend kann man sagen: Faschismus – böse, Kommunismus – böse, Sozialismus – ganz böse, Kapitalismus – toll und die einzigen Freunde der Polen sitzen in Paris und London!!
Das Kopernikus Centrum hab ich nur von außen gesehen! Mir war nicht nach Wissenschaft! Das Armeemuseum war anziehender! Empfehlenswert! Hab hier erstmalig Verweise auf die polnische Armee, gefunden, die auf russische Seite gekämpft hat! Polnische Soldaten haben fast überall auf der Welt gekämpft und offensichtlich ist man recht stolz auf die Aktionen! Zwischen Armee- und National Museum liegt ein toller Irish Pub!! Wir sind uns immer wieder über den Weg gelaufen! Komisch!IMG_20161228_160544
Katyn Museum ist Nr. 2. Schade, dass nur sehr wenig übersetzt wurde! Trotzdem beeindruckend! Aber ab nächster Woche soll es Guides auf Englisch geben.
Inder Zitadelle gab es nur zwei Zeilen über die deutsche Besatzung! Glaub sie mögen die Russen deutlich weniger als die Deutschen!!!
Am 31. Früh war ich im Zoo! Zum Jahreswechsel kostenlos! War etwas peinlich! Die polnischen Enten scheinen recht blöd zu sein! Ich kenne mich ja mit Piktogrammen nicht so aus! Was soll schon eine rot durchgestrichene Hand bedeuten, die irgendwem oder -was etwas zuwirft! Aber die Enten sind mir eine gefühlte Ewigkeit hinterhergewatschelt! Vielleicht waren sie Deutschlandfans! Aber ich habe es ihnen gezeigt! Zum Abendbrot gab es tolle Entenpirogi! Die Sauersuppe war prima!
Feuerwerk ist von den Weichselbrücken gut zu sehen! Alles in Allem ein schöner Trip

Scotland

Dezember 28th, 2016

Ganz so schlimm, wie ich dachte, ist die O’Leary Truppe doch nicht! Musste keinen Dickenzuschlag zahlen und das Klo im Flieger war auch noch kostenlos! Aber egal! Schottland wartet! Ist schon ein paar Jährchen her! Einige Sachen hatte ich über die Highlands verdrängt! Z.B. 10 Kilometer können ganz schön lang werden, wenn man nur im zweiten Gang fährt und 50 Euro sind verdammt wenig, wenn man den Einkauf in einer Tankstelle erledigen muss!! Aber ansonsten wie gehabt: tolle Landschaften und nette Leute! Unsere Hütte liegt direkt am Loch Awe. Ein Glück, ich brauch nicht fahren! Die erste Destille war gleich Montag in Oban fällig. Erst dachte ich acht Pfund wären doch etwas zu viel! Aber mit Verkostung und Glas ist es OK! Ist halt eine Touristenecke!

einfach so ein Loch

einfach so ein Loch


Loch Ness und Ben Nevis haben wir an einem Tag abgerissen. Leider war Nessie wieder nicht daheim. Bei Ben Nevis hatten wir mehr Glück. Naja, sind wir ehrlich, wo soll so’n Berg auch hin!!
Eigentlich hatten wir Glück mit dem Wetter! Die ersten Tage waren richtig sonnig! Die Isle of Mull war dagegen nur spärlich zu sehen. So hatten die Regenjacken ihre Chance! Aber das Hummersandwich spielte in der Oberliga. Auch Randy und Olaf waren mit ihren Langustinos und dem Schnitzel zufrieden.

Wieder Polen

Oktober 3rd, 2016

Urlaub vom Urlaub
So schön wie Skandinavien war, es ist viel Fahrerei gewesen! Man kommt einfach nicht vorwärts! Ich glaub wir sind ganz schön verwöhnt durch unsere Autobahnen. Also ab an die Ostsee. Einfach mal nix machen! Gar nichts, nur unterbrochen von Essen, Lesen und Schlafen! Kennt ihr schon Frühstücksschlaf? Den Kumpel vom Mittagsschlaf? Ich habe drei Bücher mit!
Es ist bemerkenswert, wie weit Deutschland weg sein kann, obwohl es nur 1,5 Stunden entfernt ist.img_20160821_183107
Pobierowo ist der erste Ort, der nicht nur aus Strandpromenade besteht. Das Hotel liegt direkt am Wald und ist herrlich ruhig! Vollpension mit prima polnischer Küche. Hab mich sogar mit Blaubeeren angefreundet.
Mittlerweile habe ich einen Irish Pub entdeckt! Bier ist einen Euro billiger als in meiner Strandbar!
Tolle Sonnenuntergänge und kaum Alkohol! Na gut, der letzte Abend verdirbt ein wenig den Durchschnitt!
Kolberg hat nicht mehr viele Gebäude aus der Zeit vor dem Krieg! Es gibt aber interessante Museen und wenn man sich ein wenig dumm anstellt, kommt man mit einer Eintrittskarte ganz schön rum! Prima Sammlungen zum 2.WK img_20160822_132403
Da der Honda auch Urlaub hat, habe ich Kolberg mit dem Überlandbus erobert. Drei Euro für knapp 60 Kilometer, herrlich! Die Atmosphäre ist wie früher, wenn die Dorfbevölkerung in die Stadt fuhr! Alle habe die guten Kleider an- und Omi Schwarzen Samt aufgelegt! Und alle sind mächtig aufgeregt.

Skandinavien

Oktober 3rd, 2016

Am 26.07. ging es kurz vor zu spät los. Trotz Vorbereitung an zwei Tagen hätten wir die Fähre fast verpasst. Wir haben es nicht mal geschafft zu tanken!! Aber bei den Preisen in Schweden kein Problem mehr. Prima Überfahrt! Toller Sonnenuntergang gegen 21.30!! Bisschen komisch haben einige Leute geguckt, als wir Bierpong ohne Bier gespielt haben. Aber Alkohol ist immer noch recht teuer.
Nach einem schönen Frühstück geht es ab Richtung „nach oben“! Der Zwischenstopp im größten Kaufhaus in Ullared unterstützt meine These, dass Schweden kaum noch teurer ist als Deutschland. Allerdings müssen wir scheinbar unsere Einstellung in einem anderen Bereich ändern! Hütten ohne Wasser und Klo scheinen nicht so unüblich zu sein wie gedacht! Heute haben wir TEEEEEE als Gute-Nacht-Drink getrunken und danach sind wir recht erschöpft ins Bett gefallen! Die Fahrtzeit sollte man wirklich nicht unterschätzen.
In der nächsten Hütte haben wir den Thaigrill auf einer Herdplatte aktiviert. Bis auf den Feuermelder waren alle recht zufrieden! Es war lecker.
So richtig kommt der Polarkreis einfach nicht näher!!! Aber es wird nicht mehr richtig dunkel.
Endlich erreichen wir den Polarkreis!! Ok, wir sind nicht die einzigen, war auch nicht wirklich zu erwarten! Es waren aber auch nicht zu viele Leute dort! Wir waren überrascht, wie billig es hier ist! Nach der korrekten Umrechnung relativierten sich die Preise! Ist doch immer noch sehr teuer in Norwegen, trotz der Krise der Ölförderung!! Teuerster Kaffee bis jetzt! Durch den kostenlosen Refill wird es aber akzeptabel! img_0283
Wir gönnen uns ein paar Tage zum Ausspannen in Nordschweden. Die Ruhe hier schmerzt schon fast! Man hört wirklich nichts! Dreimal ein Rentier gesehen! Könnte aber auch immer dasselbe gewesen sein! Die Leute hier sind einmalig nett! Schweden halt! Heute hat uns ein Gewitter über den See gejagt. Wir mussten ganz schön paddeln! Unser Beitrag zu Olympia! Es gibt hier kaum Touristen im Sommer! Scheint Langlaufgebiet zu sein! Die schneefreien Pisten sind auch im Sommer beleuchtet!!
Kostentechnisch sollte man die Fähren in Norwegen nicht unterschätzen. Die erste war kostenlos! Vielleicht wurden wir auch nur vergessen. Mittagsrast war heute an einem tollen Wasserfall! Robert hat sich umfassend erfrischt. Die Chefin des Angelcamps, in dem wir übernachteten, war erstaunt, dass wir noch keinen Elch gesehen hatten! „Geht mal um 10 an den Waldrand!“ Bingo, Mama mit Zwillingen! img_0750
Zur Mittagspause am Trondheimer Fjord haben wir in Turnschuhen gebadet! Ich glaub wir sind Helden! Außer uns war keiner im Wasser! Dabei waren doch 14 Grad Lufttemperatur.
Hitra ist prima! Wir schlafen bei Burghard. Das Angeln mit ihm war erfolgreich. Robert hat den ersten, zweiten, dritten… Fisch seines Lebens gefangen! Ein toller Dorsch! Ein Kumpel von Burghard hat das Filetieren übernommen. Gott sei Dank! img_0521
Langsam geht es an die Rückfahrt. Wir planen lieber ein oder zwei Tage mehr ein, denn wir wissen, die Entfernungen sind riesig.
Die Schären haben uns wegen der Touristenmassen nicht so richtig zugesagt! So sind wir nach Trollhättan gefahren. Die Schiffshebetechnik ist wirklich toll.

Piter 02/16

März 29th, 2016

Irena hatte mal wieder an die 111 und somit nach St. Petersburg eingeladen. Sie holte mich vom neuen Flughafen ab! Bemerkenswert, mit welche Geschwindigkeit in anderen Ländern funktionierende Flughäfen gebaut werden! Sehr funktionell! Abfertigung ging wirklich fix! Es gab nicht mal Staus bei der Grenzpolizei!!
Irena hatte gleich zwei Tüten voller Lebensmittel mitgebraucht! Ich kann ja bestimmt nicht alleine einkaufen!! So konnte ich gar nicht sehen, wie die ach so wirksamen Sanktionen Russland aushungern! Da Irena noch einfiel, dass ich doch recht gerne einkaufe, nahmen wir noch ein paar Augen voll Supermarkt, um das Leiden der russischen Bevölkerung zu sehen! Die Regale waren gefüllt wie immer! Ein Teil der deutschen Produkte wurde durch amerikanische ersetzt! Joghurt zum Beispiel!!! So kann man erkennen, wem die Sanktionen nützen! Der Rest wird wohl über Weißrussland aus der EU eingeführt. IMG_20160202_114517
Da die Schule für die beiden unteren Klassenstufen Quarantäne hatte, hatten die Kollegen recht viel Zeit und wir konnten viel unternehmen. Wir waren bei Kalinin, im neuen Marine Museum, endlich in Schwanensee, im Musical, in meinem Lieblingssupermarkt, auf der Straße des Lebens … (Auf der Straße des Lebens gibt es auch Gedenksteine für die Opfer von Tschernobyl, des Afghanistan- und des Kaukasuskrieges!!)
Die Wolgatreidler waren endlich da und ich habe es geschafft, sie ausgiebig zu betrachten!
Ein Abend war Herrenabend mit Alexej und meinem Nachnachnachfolger in unserem alten „Beer House“!
Dienstag war frei und ich bin nur umhergelaufen und habe alte Lieblingsplätze besucht, was mir Tadel einbrachte, wegen eines so verschwendeten Tages! Aber ich musste wirklich alle naselang zum Trocknen in ein Cafe.
Die Freunde haben bei Olga auf dem Dorf einen tollen Abschiedsabend organisiert, auf dem ich Svetlana wiedergetroffen und sogar noch Geschenke bekommen habe!!
Ganz neue Stadtteile sind in den zweieinhalb Jahren entstanden, in denen ich nicht hier war. Auf meinem Weg zur Arbeit wohnen jetzt ein paar zehntausend Menschen mehr. Ich habe auf jeden Fall wieder Lust bekommen, einen neuen Versuch im Ausland zu starten!!
Zuhause haben wir russischen Abend gestaltet! Essen und Trinken waren reichlich vorhanden!! Russischer Abend in MeckPom

Oundle 03/16

März 29th, 2016

Freitag nach Feierabend ging es mal wieder los! Sehnsucht nach London und Neugier auf Mathias‘ Kleinstadt und die Privatschule Oundle waren Auslöser. Habe mich am zweiten Tag mit Mathias gleich früh vor dem Museum of London getroffen! Anreise war für ihn schwerer als für mich, denn TfL hatte wieder Großkampftage für den Gleisbau der Tube eingeläutet. Das Museum war ok bis ok Minus! Nachmittags waren wir noch fix auf dem Camden Town Market. Den Abend ließen wir in einem tollen Pub auf dem Weg von der U-Bahn zu unserem Luxusdomizil ausklingen.
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Für den nächsten Tag hatten wir verabredet, dass wir nach kurzem Stopp in Peterborough Oundle inspizieren und kennen lernen. Der Ort ist genauso unbekannt wie beeindruckend!!! Hier hat eine Schule eine Stadt und nicht eine Stadt eine Schule! Die Sportstätten nehmen den Raum von halb Loitz ein! Es war eine interessante Veranstaltung zum Thema: „Wie kann man mit unbegrenzten Geldmitteln eine Schule aufziehen!“ Hübsche, harmonisch bebaute Kleinstadt mit prima Pubs!!! Seit langem mal wieder richtig guten Sunday Roast gegessen! Eines der besten local Ales entdeckt! Wurde nur noch am nächsten Tag von dem neuen Bitter des PoW in der Nähe des IWM’s getoppt. Das Museum selbst hat nicht wirklich viele Punkte gutgemacht!! Die beiden letzten Tage vergingen wieder wie im Fluge. Shopping, Borough Market, Harrods! Stadtrundfahrt mit der 12 und der Oystercard, Saurier getroffen, Nachtausflug zum Tower, fix noch Ausblick auf die Stadt von Hamstead aus genossen und zwei Bücher gelesen! P1080830
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Habe seit langer Zeit mal wieder im Zentrum gewohnt. Notting Hill. Da ich keine Tasche aufgeben durfte, war das Einchecken spannend, denn mein „Handgepäck“ war doch etwas groß geraten! Aber BA ist berechenbar!

Asia again

Juli 31st, 2015

The Base

The Base

Grillen auf Thai

Grillen auf Thai

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21.07. Endlich Urlaub! Sachen gepackt und los. Andreas bringt mich nach HRO, DB nach HH und LH erst nach FRA und dann nach BKK. Dort wartet Anni alles hat prima geklappt! Na, fast! Irgendwie passt die Lufthansa zu Deutschland. Service ist ein Fremdwort. Wenn man erst Aussehen und Geschmack des Essens renommierter Airlines kennengelernt hat, vermutet man, die Flugbegleiter haben nur einen Dosenöffner mitbekommen. Extra Beinfreiheit gab es auch trotz Zuzahlung nicht.
Anni wohnt sehr schön. Blick auf den Pool und einen Khlong. Es gibt lecker preiswertes Essen an der Straße. BKK ist einfach cool!! Obwohl es eigentlich recht warm ist. Tolles Thai-Grill-Restaurant. Man kann gleichzeitig kochen und grillen. Muss ich auch haben. Anni wohnt auch in dem Stadtteil, in dem das Hotel ist, in dem ich die letzten Male übernachtet habe. Übrigens scheinen sich noch viele Leute an mich zu erinnern!!! Laufend grüßt jemand!!
Montag geht es mit dem Bummelzug gen Süden. Thais in Uniform strahlen sehr viel Würde aus. Werden auch respektiert. Im Zug patrouillieren drei Paar. Das erste sucht nach alleinreisendem Gepäck. Das Kaliber der Artillerie, das sie herumtragen, lässt darauf schließen, dass mit Elefantenangriffen zu rechnen ist! Der ältere Herr des zweiten Paars scheint der Chef der thailändischen Bahn persönlich zu sein, oder zumindest sein Untergeneral mit Leibsklave.
Cha Am muss man nicht nur nicht kennen, vielleicht sollte man es auch nicht kennen. So stellt sich der Unkundige Thailand vor, nur schmutziger. B&B sehr tolerant und sehr tierlieb. Aber Ameisen sind recht leicht auszutricksen! Einfach eine Kaki zertreten und schon kümmern sie sich und lassen die Kekse in Ruhe!
Hua Hin gefällt mir. Naja, nach Cha Am auch nicht so schwer! Hotel ist prima. Gar keine Tiere. Nur die Hunde draußen.
Habe eine kombinierte Delfin-Angel-Affeninsel-Tour gemacht. Wunderschöne Landschaft. Leider gab es außer den Köderschrimps kein Meeresgetier zu sehen. Die entfernte Verwandtschaft war zuhause.
Nach einem Tag in BKK ging es in die alte Hauptstadt Ayutthaya. Um 11.40 kaufe ich das Ticket für den Zug um 11.40!! So genau nehmen die das hier schon nicht!! Aber denkste!! 11.41 bin ich auf dem Bahnsteig und sehe den ausfahrenden Zug. MMMhhhhhh!! Ein Beamter (In D. wäre das ein Rotkäppchen.) schaut auf meinen Fahrschein und winkt einem zweiten RK. RK Nr. 2 springt aus dem Zug und winkt dem Zugführer!!! Zug hält wieder an! Ich schaue erstes RK an. Der winkt mir: „Nun los!!“ Ich bring die Massen in Bewegung! Zweites RK winkt: „Cool bleiben!“ Ich bremse ab und steige gemütlich ein. Es kann losgehen!
Echt schlecht zu lesen!

Echt schlecht zu lesen!


Letzter Teil des Zuges ist für Mönche, Behinderte und Alte reserviert! Naja, ich bin ja nun auch nicht mehr so jung! Eine Sehbehinderung habe ich auch! Kann das Schild auch nicht richtig erkennen und verstehen schon gar nicht. Ausländer ist ein bisschen wie Mönch!! Der Rest des Zuges war verdammt voll.
Hab wieder kein Ticket nach Chiang Mai bekomm und fahre für ein paar Tage an den Strand nach Pattaya. Ist gar nicht so schlimm, wie gedacht. Die Taxifahrer sind ausverschämt. Fünf Euro sind eine Frechheit! Also mit zwei Rucksäcken Mopedtaxi geschnappt und los
So schlimm ist Patthaya nicht.

So schlimm ist Patthaya nicht.

Erst ein wenig zum Eingewöhnen auf einer sechsspurigen Straße gegen die Fahrtrichtung gefahren. Verkehrsregeln sind völlig überbewertet! Die rote Ampel hatte bestimmt nur beratenden Charakter! Aber ZACK, auch hier schläft das Auge des Gesetzes nicht!! Die Elefantenjäger jagen heute Rotsünder! Ist hier schon ein richtiger Schreibjob! Betteln hilft nicht! Die Fleppen sind weg und können gegen 500 Baht auf der Wache abgeholt werden. Keiner hat versucht, Versuchung anzubieten. Und wir halten uns brav an die Vorgaben der Ampeln! Und – gut so!!! Noch zwei Kreuzungen werden überwacht. Pattaya heißt auch dt. Brot und Schinken usw. Also fix eingekauft. Meinen Lieblingssaft gibt es im Sonderangebot! Na? Vielleicht gleich zwei nehmen? Na, einen noch zur Sicherheit! Ab zur Kasse. MMMhhhh! 50 Baht mehr als mein Überschlag! Ca. 1,10! Nö, nö! Nur weil die Kassiererin kein Englisch und ich kein Thai spreche, heißt das noch lange nicht, das war’s! Viermal Saft eingetippt! Ein Job für die Info des Supermarktes. „Sie wollen keine 4“ „Nein, ich möchte drei“ „Mhhh! Bezahlt haben Sie 4?!?!“ „Genau!“ „Aber Sie möchten nur drei?!?“ „Japp“ „Mhh, dann müssen Sie sich nochmal an der Kasse anstellen!“ „OK.“ Ich gehe. Eine Minute später holt sie mich zurück. „Sie wollen nicht 4?“ „Nein!!!!“ „Geht vielleicht auch so!“ Mit einem Lächeln nimmt sie ein mehrseitiges Formular raus! „Bitte ausfüllen!“ Das ist ein gutes Argument!! Ich schau mir das Formular an und schon ist die Sache entschieden! „Ich möchte doch 4!“ Alle atmen auf! „Vielen, vielen Dank!“
Ich bekomme wieder kein Ticket nach Chiang Mai.
Kleiner Reiseaufzug.

Kleiner Reiseaufzug.


Also mache ich einen Abstecher nach Kambodscha. Kann ich gleich Angkor Wat von meiner großen Wunschliste streichen. Die Anlagen sind toll! Riesig und wirklich beeindruckend! Aber nach einem Tag mag ich keine Tempel mehr sehen. Es ist einfach zu warm und zu feucht.P1070559
Hier sind die Leute noch ein wenig ärmer als in Thailand. Aber offen und hilfsbereit! Mein Netzteil vom Laptop ist kaputt! Was tun?
Angkor

Angkor

Olaf oder Steffen sind nicht greifbar! Einfach mal los! So‘n Teil wird es doch hier auch geben! „So etwas haben wir nicht!“ Toll! „Aber ich kann reparieren!“ Fünf Dollar – Alles klar! Und läuft wieder!
Einziges Militärmuseum in Kambodscha besucht. Man konnte alles anfassen! Viele Antworten auf meine Fragen gab es nicht. Ich glaube, das Land wurde im Laufe der Geschichte viel herumgeschubst! Einigen Aussagen nach sind die Zeiten auch noch nicht vorbei!
Endlich!!! Ich bekomme ein Ticket nach Chiang Mai!! Darf sogar vorn beim Lokführer mitfahren! Voller Vorfreude, genieße ich den ewig langen Trip in den Norden. Komme erst recht spät und bei vollem Monsun an! Die ersten Straßen waren schon gesperrt und ohne den engagierten Tuktuk-Driver hätte ich keine Chance mein Hotel zu finden. So lange hat es noch nie gedauert!
Chiang Mai war schon letztes Mal ein Höhepunkt der Reise unter anderem weil es hier auf dem Nachtmarkt noch einen richtigen Künstler gibt, der aus Baumwurzeln tolle Masken schnitzt! Er war mächtig stolz, als ich ihm erzählte, dass er ein Hauptgrund für meinen Besuch im Norden wäre, ich schon eine Maske zuhause habe und noch eine als Geburtstagsgeschenk brauche!
Habe wieder verschiedene Fabriken besichtigt! Es hat mal wirklich ein Angestellter die Seide angezündet, damit man den Unterschied zum Kunststoff erkennt! Aber auf Rochenlederschuhe und Sonnenschirm habe ich verzichtet. Dafür hab ich mir noch einen Kochkurs gegönnt und da es mit Birma nicht geklappt hat, ein burmesisches Abendessen! (Eisbein auf burmesisch und toller Rum-Zitronenlimo-Drink!) Die Temperaturen waren auch wie in Birma! Abends um 18.45 noch 42 Grad!!
Here we go!

Here we go!

Es brennt!

Es brennt!


Ein Abenteuerchen gab es noch! Habe den größten Fisch meines Lebens gefangen! Zugegebener Maßen war der Catch ethisch nicht ganz einwandfrei! So richtig wilder Wildfisch war das wohl nicht!! Der Flussarm wird anscheinend regelmäßig abgesperrt! Aber Spaß hat es trotzdem gemacht! War ein schöner Abschluss für den Ausflug in den Norden! Leider neigte sich die Reise insgesamt dem Ende entgegen! In BKK nochmal mit Anni ins Lieblingsrestaurant zum Thaigrillen, eine letzte Bootsfahrt auf dem Chao Phraya und schon ging es zurück, wo mich Robertchen in HH erwartete.

Mit dem Opel bis nach Rumänien

August 17th, 2014

Ist man in Polen oder in Tschechien?? Keiner weiß! Die Pension in Benecko im Riesengebirge hatten Robert und ich fix nach 60 Minuten gefunden, Tamara sei Dank!! Keine Chance ohne das gute Navi!! Der Ort ist zu 50 % ausgebucht, kaum von Deutschen!
Wenn die kommenden Abendbrote dieses in Benecko schlagen wollen, müssen sie sich ganz schön anstrengen!! (Mega- Gulasch mit Speck-Semmel-Lauch Knödel) Hier hatten wir noch vorausgebucht, trotzdem war die Pension nicht leicht zu finden. Wir wussten Gebirge, Ort und Hausnummer. In der Hohen Tatra wollten wir den Schwierigkeitsgrad etwas erhöhen! Wir wussten nur in welchem Gebirge sich das von uns gesuchte Hotel befindet! Kein Ort, keine Hausnummer! Trotzdem haben wir das Domizil aus dem letzten Jahr wiedergefunden. Und auch noch schneller als die Unterkunft in der Tschechei. Wir entschieden, dass ein Ruhetag vonnöten war! Wir nutzten ihn, um die Lomnitzer Spitze (2628 m)zu ersteigen! Nun gut, ersteigen ist vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck! Denn, genau betrachtet, bleibt nicht viel Besteigung, wenn man zweimal Seilbahn wechselt!! 😉 Ganz oben war nicht viel zu sehen. Aber allein das Gefühl, es bis dorthin geschafft zu haben, ist auch ganz nett!!

Geschafft!

Geschafft!

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Da das Essen in unserer „Stammkneipe“ etwas enttäuschend war, versuchten wir die „Alte Mutter“ (Stara Mama) in Lomnica. Die Knoblauchsuppe stellte alles bisher Bekannte in den Schatten!
Ausgeruht beschlossen wir, die Weinmetropole Tokaj zu erforschen! Komischerweise war diese recht leer, was man von uns nach einem Abend intensiver Weinforschung nicht sagen konnte! Unsere Fahrt nach Rumänien endete erst mal wieder in Debrecen. Der Ort gefällt uns irgendwie! Außerdem musste ich Rücksprache mit Olli in Deutschland wegen einer Kontrollleuchte im Opel halten. Morgen geht es aber wirklich nach Rumänien! Unser Hotel hier haben wir in Nullkommanichts gefunden!
UPS!!

UPS!!


Genau betrachtet, stimmt an den ganzen Vorurteilen über Rumänien fast nichts! Na gut, das haben Vorurteile so an sich, aber viele streunende Hunde gab es wirklich! Auch wenn diese uns nicht zerfleischt haben, war einer von uns immer sehr vorsichtig! In Brasov hatten wir das schlechteste Abendbrot der ganzen Fahrt! War aber ein ungarisches Restaurant!! Transsilvanien wirkte touristisch recht erschlossen. Es war alles sehr sauber und ordentlich. Die Landesbank hegte aber auch eindeutig Vorurteile gegen kräftig gebaute Mitbürger nicht südländischen Aussehens! Kein ATM dieser Bank hat mir Geld gegeben. Was nur von einem Automaten der Raiffeisenbank gesteigert wurde, der meine Karte gleich ganz behielt! Zum Glück hing an dem Teil noch eine Bank dran und die Karte konnte gerettet werden! Die Karpaten wirkten beeindruckend.
Unser Besuch bei Graf Vlad von Draculea war recht interessant. Immer wieder bemerkenswert, wie viel Phantasie die Menschen haben, wenn es darum geht, andere Menschen zu quälen! Die Sammlung der Folterinstrumente sucht Ihresgleichen!
Tolle Burg!

Tolle Burg!


Einen kulinarischen Höhepunkt erlebten wir in Szeged. Das mittelalterliche Stadtfest war ein Genuss für alle Jünger des Lukullus und natürlich des Bacchus! Gutes Hotel im Stadtzentrum.
Auf Budapest mussten wir dieses Mal verzichten, da wir nur noch wenig Zeit für die Rückfahrt hatten und wir gern das Meer sehen wollten.
An der Adria hat sich Robert mit mir eine Fischplatte geteilt!! Aber nur ausversehen! Wir hatten eigentlich Grillplatte bestellt! FISCH – GRILL !!Das kann man schon mal verwechseln! Aber lecker!!
Nach Split haben wir nur einen Ausflug gemacht! Nettes Städtchen aber völlig überlaufen! In Kastel Novi (Vorort) dagegen war es eher übersichtlich und angenehm ruhig. Hier erlebten wir den Nationalfeiertag der Republika Hrvatska bei einem Ochsen am Spieß!
Der arme Ochse! War aber lecker!

Der arme Ochse! War aber lecker!


Auch wenn der Wein sich nicht mit dem ungarischen messen kann, ist er sehr trinkbar!! Halber Liter – 1,20 €! (Im Ausschank!) Die Leute sind sehr nett. Auf meine Frage, was er denn dort austeile, gab der nette Herr mir gleich eine Kelle voll schwarzen, unheimlich aussehenden Zeugs!! (kostenlos!) Irgendwas mit Blut?? Schmeckt fischig!!?? MMHHHH! Je dichter wir dem Licht einer Straßenlampe kamen, desto besser schmeckte die Speise! Keiner konnte genug Englisch, um zu erklären, was wir dort aßen! Außer Reis konnten wir nichts verstehen, und dass da Reis drin war, hatte wir schon erkannt! Unser netter Vermieter klärte uns nächsten Tag auf! Risotto Nero! (Tintenfisch mit Reis in Tinte!!) P1040851
An unserem Dorfstrand gab es das beste Eis der ganzen Tour! Zu einer Fahrt auf der Adria hat die Zeit nicht gereicht, aber Delfine haben wir gesehen und einen unserer vier Füße haben wir uns verletzt!
Den letzten Abend haben wir in Braunau am Inn verbracht.

ROM

Februar 9th, 2014

Rom, 27.12. 2013
Toller Flug mit prima Aussicht! Sind die Alpen letzter Zeit gewachsen? Man konnte weder auf der einen noch auf der anderen Seite ein Ende sehen!! Wir sind genau zwischen München und Salzburg durchgeflogen. Die 27 Grad bei der Ankunft nehmen mir ein wenig die Motivation! Bin völlig auf Winter eingestellt. Ein Glück, das Thermometer ist ein Kalender!! Mein Italienisch braucht eindeutig eine Auffrischung! Frau Schuhmacher dreht sich im Grabe um, wenn sie nicht mehr unter uns weilt! Besser geht geht es schon beim Einkauf der Bestandteile meines Abendmahls. Vino Bianco, di Roma, natürlich! So schwer ist das nicht! Formagio und auf den Wein gezeigt! Ah, Räucherkäse soll eine Spezialität der Gegend sein! Nochmals auf den Käse gezeigt und ein selbstbewusstes „fumare“. Er wird schon nicht vermuten, dass der Käse oder ich rauchen wollen! Zack, schon ist der zweite Käse im Korb! Sofort verstanden! Beim Fleischer mit angeschlossenem Bäcker wird es schwieriger. Aber eine Kundin kann Englisch! Alles klar! Auf dem Rückweg ins Hotel habe ich meine zukünftige Stammkneipe entdeckt! Pizza „Conca D`oro“ ist der Wahnsinn!! Schmeckt irgendwie nach Spargel, obwohl gar keiner drauf ist!! Muss auch mal versuchen, Salz zu räuchern.
Ein Espresso heißt hier einfach Café`. Bemerkenswert, wie viel Koffein in so wenig Flüssigkeit passt! Meine Vinotheka hat prima Hauswein! Man muss nicht mal leere Flaschen mitbringen! Ein Liter für 2 Euro!
Silvester konnte ich total vergessen! Alles war völlig überfüllt!
Tolle Sonnenuntergänge kann man am Strand von Lido Centro erleben! Außerdem gibt es hier die besten Spanferkelsandwiches der Stadt. Scheint mir sowieso die Ecke zu sein, wo das Leben geruhsamer verläuft als im hektischen Zentrum! Zumindest zu dieser Jahreszeit! Die Menschen sind viel aufgeschlossener und entspannter. Es gibt auch kaum Touristen! Die haben sich immer gerade in den Kirchen oder Museen im Zentrum herumgetrieben, in die ich auch wollte!

Sicily, here I come!!

Januar 4th, 2013

Ein Freiflug musste weg, also warum nicht Sizilien!?! Das Hotel in Cefalu‘ ist wirklich der Hit! Direkt auf einer Klippe gelegen. Ich hatte bestimmt schon teurere Hotels, auch welche mit mehr Sternen, aber diese Lage ist einmalig!! Nur das aggressive Klatschen der Wellen und das aufdringliche Geschrei der Möwen! Herrlich!! Hab ich auch verdient! Es hat sogar seinen eigenen Krimi, der hier spielt!! Als etwas problematisch erwies sich die Ernährung, da das Hotel eine Sommerresidenz darstellt, hatten entsprechend die Restaurants geschlossen, was natürlich die Ruhe fördert, aber andererseits für die Jünger Bacchus‘ Probleme aufwirft!! Wer will denn schon gern mit dem Auto zum Abendessen fahren und auf den wichtigsten Teil des italienischen Menüs verzichten??!!
Autofahren ist sowieso ein echtes Abenteuer!! Die Italiener fahren so, wie die meisten Deutschen gerne fahren würden, sich aber nicht trauen zu fahren!! Die erste Lektion habe ich gleich auf der Autobahn gelernt!! Ein Hupkonzert aller anderen Verkehrsteilnehmer bedeutet nicht, „Hallo, attraktiver älterer Herr wollen Sie einen Espresso mit mir trinken?“ oder „Eh, schieb deinen Asphaltpickel von der Überholspur!“, sondern „ Alter, mach das Licht an, da vorn stehen die Bullen!“ Die zweite war, dass wer blinkt, sich als Ausländer outet! Eigentlich brauchen die Italiener die Blinker nur für die Warnblinkanlage, dann ist es allerdings das Parklicht, wenn man das anmacht, darf man überall parken!!
Das Essen ist prima! Es gibt viele kleine Läden mit einem riesigen Angebot an Schinken, Wurst, Käse und Wein! Habe nach drei Tagen erst einmal warm gegessen!! Verständigung klappt prima! Englisch oder Deutsch, eins geht immer!
Der Ätna war cool! Leider kam ich nur bis 1900 Meter rauf, das Wetter war zu unbeständig und zu windig! Der letzte Ausbruch ist mir irgendwie entgangen! Hat mehrere Häuser erwischt!
Palermo ist sehenswert! Bin eine ganze Weile mit offenem Rucksack rumgelaufen! Keine Ahnung, ob ich vergessen hatte ihn zu schließen, oder ob jemand sein Glück versucht hat! Auf jeden Fall fehlt nichts! So viel zu dem Vorurteil! Und ich war wieder mal in finsteren Gegenden!!